Neun Jahre Unternehmer, bevor ich Berater wurde.

Ich bin Bastien Carrillo. Ich berate mittelständische Unternehmen aus der Perspektive des Unternehmers – aus eigener Erfahrung, nicht nur aus Beraterwissen und Fallstudien. Zuhause in Münster, mit Frau und zwei Kindern.

Neun Jahre Unternehmer.

2011 habe ich mit einem Freund eine Kita in Hamburg gegründet. Ich war vorher Offizier bei der Bundeswehr, hatte Soziologie, Psychologie und BWL studiert, in Beratungshäusern gearbeitet – mit Kita-Betrieb hatte ich nichts zu tun. Das hat sich gerächt: Im zweiten Jahr sind wir fast insolvent gegangen. Wir haben es überlebt und in den folgenden Jahren auf vierzig Mitarbeiter und 96 Kinder aufgebaut.

2020 habe ich das Unternehmen verkauft. Neun Jahre Unternehmensverantwortung: Liquidität, Personal, Elternkommunikation, behördliche Auflagen, Bankgespräche, Nachfolgesuche, Übergabe. Ich habe alle Wetter durchgemacht, die ein mittelständischer Inhaber durchmacht. Verdichtet auf neun Jahre – das ist eine andere Erfahrung als ein über Jahrzehnte gewachsenes Familienunternehmen. Aber es ist Erfahrung, die man nicht liest, sondern durchlebt.

Was mir geblieben ist.

Drei Dinge aus dieser Zeit prägen heute meine Arbeit.

Klarheit schlägt Harmonie.

Wer ein Unternehmen führt, lernt schnell, dass Unklarheit die teuerste aller Ressourcen ist. Nicht weil sie Geld kostet, sondern weil sie Zeit kostet. Geld lässt sich zurückverdienen.

Struktur vor Charisma.

Ein Unternehmen läuft nicht, weil der Gründer ein guter Motivator ist, sondern weil es eine tragfähige Architektur hat. Die meisten Gründer unterschätzen das, weil sie am Anfang mit Charisma weit kommen. Irgendwann nicht mehr.

Wer selbst durchgegangen ist, redet anders.

In der Beratertätigkeit vor der Kita habe ich gemerkt, wie viel Beratersprech Unternehmer erreichen soll, ohne sie zu berühren. Seit dem Exit weiß ich warum: weil der Berater den Schmerz nicht kennt, den er lindern soll.

Vom Praktiker zum Denker – und zurück.

Im November 2025 habe ich meinen MBA in Digital Business abgeschlossen, mit einer Abschlussarbeit zu Ambidexterity-Strategien im Mittelstand – wie Unternehmen ihr bestehendes Geschäft optimieren und gleichzeitig neue Geschäftsfelder aufbauen, ohne sich an einer der beiden Aufgaben zu verheben. Aus der Praxis kommend, akademisch durchdacht, in die Praxis zurück. Das ist die Spur, auf der ich heute arbeite.

Wie ich heute arbeite.

Ich arbeite mit mittelständischen Unternehmern und Vorständen, die spüren, dass sie mit ihren bisherigen Mitteln nicht mehr weiterkommen – und denen ein Sparringspartner fehlt, der sowohl strategisch denkt als auch operative Realität kennt.

Ich arbeite bewusst in einem kleinen Rahmen. Keine Pyramide, keine Junior-Consultants, keine Tagessätze. Klein bleiben heißt wendig bleiben. Wer einen Tanker steuert, muss die nächsten Stunden vorausplanen. Wer ein Schnellboot fährt, entscheidet im Moment. Wer groß werden muss, muss sich beschäftigen – zur Not künstlich. Das widerstrebt mir und korrumpiert den Blick für das Wesentliche.

Persönlich.

Mein Vater war Berufssoldat, was meinen Weg zur Bundeswehr erklärt. Aus der Zeit als Offizier habe ich vor allem eines mitgenommen: dass Führung bei sich selbst beginnt, und dass Verantwortung keine Rolle ist, sondern eine Haltung.
Abseits der Arbeit lese ich viel – stoische Philosophie, Unternehmer-Memoiren, und Fachjournale zu Strategie, Führung und Verhaltensökonomie. Ich laufe und verbringe so viel Zeit wie möglich mit den Kindern. Sie erden mich und merken sofort, wenn ich mir etwas vormache.

Sieben Thesen, an denen sich meine Arbeit entscheidet. Wer sich in ihnen wiederfindet, ist mein Gesprächspartner.

Wenn Sie bis hierher gelesen haben …

… haben Sie vermutlich einen Grund. Sprechen wir – dreißig Minuten, kostenlos, ohne Verkauf.